• Allgemeine Geschäftsbedingungen für Fotografen (Auftragsaufnahmen)
    Herausgegeben von der Bundesinnung der Fotografen und dem RSV


    1. Anwendbarkeit der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
    Die österreichischen Berufsfotografen schließen nur zu diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ab. Mit der Auftragserteilung anerkennt der Auftraggeber deren Anwendbarkeit. Abweichende Vereinbarungen können rechtswirksam nur schriftlich getroffen werden. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gehen allfälligen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers oder des Mittlers vor.
     
    2. Urheberrechtliche Bestimmungen
    2.1. Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte des Lichtbildherstellers (§§ 1, 2 Abs. 2, 73ff UrhG) stehen dem Fotografen zu. Nutzungsbewilligungen (Veröffentlichungsrechte etc.) gelten nur bei ausdrücklicher Vereinbarung als erteilt. Der Vertragspartner erwirbt in diesem Fall eine einfache (nicht exklusive und nicht ausschließende), nicht übertragbare (abtretbare) Nutzungsbewilligung für den ausdrücklich vereinbarten Verwendungszweck und innerhalb der vereinbarten Grenzen (Auflageziffer, zeitliche und örtliche Beschränkungen etc.); im Zweifel ist der in der Rechnung bzw. im Lieferschein angeführte Nutzungsumfang maßgebend. Jedenfalls erwirbt der Vertragspartner nur soviel Rechte wie es dem offengelegten Zweck des Vertrags (erteilten Auftrags) entspricht. Mangels anderer Vereinbarung gilt die Nutzungsbewilligung nur für eine einmalige Veröffentlichung (in einer Auflage), nur für das ausdrücklich bezeichnete Medium des Auftraggebers und nicht für Werbezwecke als erteilt.
    2.2. Der Vertragspartner ist bei jeder Nutzung (Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung etc.) verpflichtet, die Herstellerbezeichnung (Namensnennung) bzw. den Copyrightvermerk im Sinn des WURA (Welturheberrechtsabkommen) deutlich und gut lesbar (sichtbar), insbesondere nicht gestürzt und in Normallettern, unmittelbar beim Lichtbild und diesem eindeutig zuordenbar anzubringen wie folgt:
    Foto: © mellemsea - Melanie Rudolph
    Dies gilt auch dann, wenn das Lichtbild nicht mit einer Herstellerbezeichnung versehen ist. Jedenfalls gilt diese Bestimmung als Anbringung der Herstellerbezeichnung im Sinn des § 74 Abs 3. UrhG. Ist das Lichtbild auf der Vorderseite (im Bild) signiert, ersetzt die Veröffentlichung dieser Signatur nicht den vorstehend beschriebenen Herstellervermerk.
    2.3. Jede Veränderung des Lichtbilds bedarf der schriftlichen Zustimmung des Fotografen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Änderungen nach dem, dem Fotografen bekannten Vertragszweck erforderlich sind.
    2.4. Die Nutzungsbewilligung gilt erst im Fall vollständiger Bezahlung des vereinbarten Aufnahme- und Verwendungshonorars und nur dann als erteilt, wenn eine ordnungsgemäße Herstellerbezeichnung/ Namensnennung (Punkt 2.2. oben) erfolgt.
    2.5. Anstelle des § 75 UrhG gilt die allgemeine Vorschrift des § 42 UrhG.
    2.6. Im Fall einer Veröffentlichung sind zwei kostenlose Belegexemplare zuzusenden. Bei kostspieligen Produkten (Kunstbücher, Videokassetten) reduziert sich die Zahl der Belegexemplare auf ein Stück.
     
    3. Eigentum am Filmmaterial - Archivierung
    3.1. Das Eigentumsrecht am belichteten Filmmaterial (Negative, Diapositive etc.) steht dem Fotografen zu. Dieser überläßt dem Vertragspartner gegen vereinbarte und angemessene Honorierung die für die vereinbarte Nutzung erforderlichen Aufsichtsbilder ins Eigentum; Diapositive (Negative nur im Fall schriftlicher Vereinbarung) werden dem Vertragspartner nur leihweise gegen Rückstellung nach Gebrauch auf Gefahr und Kosten des Vertragspartners zur Verfügung gestellt, soferne nicht schriftlich etwas anderes vereinbart ist. Ist dies der Fall, gilt die Nutzungsbewilligung gleichfalls nur im Umfang des Punktes 2.1. als erteilt.
    3.2. Der Fotograf ist berechtigt, die Lichtbilder in jeder ihm geeignet erscheinenden Weise (auch auf der Vorderseite) mit seiner Herstellerbezeichnung zu versehen. Der Vertragspartner ist verpflichtet, für die Integrität der Herstellerbezeichnung zu sorgen, und zwar insbesondere bei erlaubter Weitergabe an Dritte (Drucker etc.). Erforderlichenfalls ist die Herstellerbezeichnung anzubringen bzw. zu erneuern. Dies gilt insbesondere auch für alle bei der Herstellung erstellten Vervielfältigungsmittel (Lithos, Platten etc).
    3.3. Der Fotograf wird die Aufnahme ohne Rechtspflicht archivieren. Im Fall des Verlusts oder der Beschädigung stehen dem Vertragspartner keinerlei Ansprüche zu.
     
    4. Ansprüche Dritter
    Für die Einholung einer allenfalls erforderlichen Zustimmung abgebildeter Gegenstände (z.B. Werke der Bildenden Kunst, Muster und Modelle, Marken, Fotovorlagen etc.) oder Personen (z.B. Modelle) hat der Vertragspartner zu sorgen. Er hält den Fotografen diesbezüglich schad- und klaglos, insbesondere hinsichtlich der Ansprüche nach §§ 78 UhrG, 1041 ABGB. Der Fotograf garantiert die Zustimmung von Berechtigten (Urheber, abgebildete Personen etc.), insbesondere von Modellen, nur im Fall ausdrücklicher schriftlicher Zusage für die vertraglichen Verwendungszwecke (Punkt 2.1.).
     
    5. Verlust und Beschädigung
    5.1. Im Fall des Verlusts oder der Beschädigung von über Auftrag hergestellten Aufnahmen (Diapositive, Negativmaterial) haftet der Fotograf - aus welchem Rechtstitel immer - nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Die Haftung ist auf eigenes Verschulden und dasjenige seiner Bediensteten beschränkt; für Dritte (Labors etc.) haftet der Fotograf nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit bei der Auswahl. Jede Haftung ist auf die Materialkosten und die kostenlose Wiederholung der Aufnahmen (soferne und soweit dies möglich ist) beschränkt. Weitere Ansprüche stehen dem Auftraggeber nicht zu; der Fotograf haftet insbesondere nicht für allfällige Reise- und Aufenthaltsspesen sowie für Drittkosten (Modelle, Assistenten, Visagisten und sonstiges Aufnahmepersonal) oder für entgangenen Gewinn und Folgeschäden.
    5.2. Punkt 5.1. gilt entsprechend für den Fall des Verlusts oder der Beschädigung übergebener Vorlagen (Filme, Layouts, Display-Stücke, sonstige Vorlagen etc.) und übergebene Produkte und Requisiten. Wertvollere Gegenstände sind vom Vertragspartner zu versichern.
    5.3. Eine Valorisierung der genannten Beträge bleibt vorbehalten.


    6. Leistung und Gewährleistung
    6.1. Der Fotograf wird den erteilten Auftrag sorgfältig ausführen. Er kann den Auftrag auch - zur Gänze oder zum Teil - durch Dritte (Labors etc.) ausführen lassen. Soferne der Vertragspartner keine schriftlichen Anordnungen trifft, ist der Fotograf hinsichtlich der Art der Durchführung des Auftrags frei. Dies gilt insbesondere für die Bildauffassung, die Auswahl der Fotomodelle, des Aufnahmeorts und der angewendeten optisch-technischen (fotografischen) Mittel. Abweichungen von früheren Lieferungen stellen als solche keinen Mangel dar.
    6.2. Für Mängel, die auf unrichtige oder ungenaue Anweisungen des Vertragspartners zurückzuführen sind, wird nicht gehaftet (§ 1168a ABGB). Jedenfalls haftet der Fotograf nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
    6.3. Der Vertragspartner trägt das Risiko für alle Umstände, die nicht in der Person des Fotografen liegen, wie Wetterlage bei Außenaufnahmen, rechtzeitige Bereitstellung von Produkten und Requisiten, Ausfall von Modellen, Reisebehinderungen etc.
    6.4. Sendungen reisen auf Kosten und Gefahr des Vertragspartners.
    6.5. Alle Beanstandungen müssen längstens innerhalb von 8 Tagen nach Lieferung schriftlich und unter Vorlage aller Unterlagen erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Leistung als auftragsgemäß erbracht. Die Gewährleistungsfrist beträgt drei Monate.
    6.6. Im Fall der Mangelhaftigkeit steht dem Vertragspartner nur ein Verbesserungsanspruch durch den Fotografen zu. Ist eine Verbesserung unmöglich oder wird sie vom Fotografen abgelehnt, steht dem Vertragspartner ein Preisminderungsanspruch zu. Für unerhebliche Mängel wird nicht gehaftet. Farbdifferenzen bei Nachbestellungen gelten nicht als erheblicher Mangel. Punkt 5.1. gilt entsprechend.
    6.7. Fixgeschäfte liegen nur bei ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung vor. Im Fall allfälliger Lieferverzögerungen gilt Punkt 5.1. entsprechend.
    6.8. Die Honorar- und Lizenzgebührenansprüche stehen unabhängig davon zu, ob das Material urheber- und/oder leistungsschutzrechtlich (noch) geschützt ist.
     
    7. Werklohn
    7.1. Mangels ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung steht dem Fotografen ein Werklohn (Honorar) nach seinen jeweils gültigen Preislisten, sonst ein angemessenes Honorar zu.
    7.2. Das Honorar steht auch für Layout- oder Präsentationsaufnahmen sowie dann zu, wenn eine Verwertung unterbleibt oder von der Entscheidung durch Dritte abhängt. Auf das Aufnahmehonorar werden in diesem Fall keine Preisreduktionen gewährt.
    7.3. Alle Material- und sonstigen Kosten (Requisiten, Produkte, Modelle, Reisekosten, Aufenthaltsspesen, Visagisten etc.), auch wenn deren Beschaffung durch den Fotografen erfolgt, sind gesondert zu bezahlen.
    7.4. Im Zuge der Durchführung der Arbeiten vom Vertragspartner gewünschte Änderungen gehen zu seinen Lasten.
    7.5. Konzeptionelle Leistungen (Beratung, Layout, sonstige grafische Leistungen etc.) sind im Aufnahmehonorar nicht enthalten. Dasselbe gilt für einen überdurchschnittlichen organisatorischen Aufwand oder einen solchen Besprechungsaufwand.
    7.6. Nimmt der Vertragspartner von der Durchführung des erteilten Auftrags aus welchen Gründen immer Abstand, steht dem Fotografen mangels anderer Vereinbarung die Hälfte des Honorars zuzüglich aller tatsächlich angefallenen Nebenkosten zu. Im Fall unbedingt erforderlicher Terminänderungen (z.B. aus Gründen der Wetterlage) sind ein dem vergeblich erbrachten bzw. reservierten Zeitaufwand entsprechendes Honorar und alle Nebenkosten zu bezahlen.
    7.7. Das Honorar versteht sich zuzüglich Umsatzsteuer in ihrer jeweiligen gesetzlichen Höhe.
     
    8. Lizenzhonorar
    8.1. Soferne nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist, steht dem Fotografen im Fall der Erteilung einer Nutzungsbewilligung ein Veröffentlichungshonorar in vereinbarter oder angemessener Höhe gesondert zu.
    8.2. Das Veröffentlichungshonorar versteht sich zuzüglich Umsatzsteuer in ihrer jeweiligen gesetzlichen Höhe.
    8.3. Unbeschadet aller gesetzlichen Ansprüche nach den §§ 81ff und 91ff UrhG gilt im Fall der Verletzung der Urheber- und/oder Leistungsschutzrechte an den vertragsgegenständlichen Aufnahmen folgendes: Die Ansprüche nach § 87 UrhG stehen unabhängig von einem Verschulden zu. Im Fall der Verletzung des Rechts auf Herstellerbezeichnung steht als immaterieller Schaden (§ 87 Abs. 2 UrhG) vorbehaltlich eines hinzukommenden Vermögensschadens (§ 87 Abs. 1 UrhG) zumindest ein Betrag in der Höhe des angemessenen Entgelts (§ 86 UrhG) zu. Der Auskunftsanspruch nach § 87a Abs. 1 UrhG gilt auch für den Beseitigungsanspruch.
     
    9. Zahlung
    9.1. Mangels anderer ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung ist bei Auftragserteilung eine Akontozahlung in der Höhe von 50% der voraussichtlichen Rechnungssumme zu leisten. Soferne nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist, ist das Resthonorar nach Rechnungslegung sofort bar zur Zahlung fällig. Soferne ein Zahlungsziel vereinbart wird, sind die gelegten Rechnungen längstens binnen 8 Tagen ab Rechnungslegung zur Zahlung fällig. Die Rechnungen sind ohne jeden Abzug und spesenfrei zahlbar. Im Fall der Übersendung (Postanweisung, Bank- oder Postsparkassenüberweisung etc.) gilt die Zahlung erst mit Verständigung des Fotografen vom Zahlungseingang als erfolgt. Das Risiko des Postwegs gerichtlicher Eingaben (Klagen, Exekutionsanträge) gehen zu Lasten des Vertragspartners. Verweigert der Vertragspartner (Auftraggeber) die Annahme wegen mangelhafter Erfüllung oder macht er Gewährleistungsansprüche geltend, ist das Honorar gleichwohl zur Zahlung fällig.
    9.2. Bei Aufträgen, die mehrere Einheiten umfassen, ist der Fotograf berechtigt, nach Lieferung jeder Einzelleistung Rechnung zu legen.
    9.3. Im Fall des Verzugs gelten - unbeschadet übersteigender Schadenersatzsansprüche - Zinsen und Zinseszinsen in der Höhe von 5% über der jeweiligen Bankrate ab dem Fälligkeitstag als vereinbart. Für Zwecke der Zinsenberechnung ist für das jeweilige Kalenderjahr die am 2. Jänner des entsprechenden Jahres festgesetzte Bankrate für das gesamte Kalenderjahr maßgebend.
    9.4. Mahnspesen und die Kosten - auch außergerichtlicher - anwaltlicher Intervention gehen zu Lasten des Vertragspartners.
    9.5. Soweit gelieferte Bilder ins Eigentum des Vertragspartners übergehen, geschieht dies erst mit vollständiger Bezahlung des Aufnahmehonorars samt Nebenkosten.
     
    10. Schlussbestimmungen
    10.1. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Betriebssitz des Fotografen. Im Fall der Sitzverlegung können Klagen am alten und am neuen Betriebssitz anhängig gemacht werden.
    10.2. Das Produkthaftpflichtgesetz (PHG) ist nicht anwendbar; jedenfalls wird eine Haftung für andere als Personenschäden ausgeschlossen, wenn der Vertragspartner Unternehmer ist. Im übrigen ist österreichisches Recht anwendbar, das auch dem internationalen Kaufrecht vorgeht.
    10.3. Schad- und Klagsloshaltungen umfassen auch die Kosten außergerichtlicher Rechtsverteidigung.
    10.4. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten insoweit nicht, als zwingende Bestimmungen des KSchG entgegenstehen. Teilnichtigkeit einzelner Bestimmungen (des Vertrags) berührt nicht die Gültigkeit der übrigen Vertragsbestimmungen.
    10.5. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für von Fotografen auftragsgemäß hergestellte Filmwerke oder Laufbilder sinngemäß, und zwar unabhängig von dem angewendeten Verfahren und der angewendeten Technik (Schmalfilm, Video, DAT etc.).

General Terms and Conditions for Photographers

(Commissioned Photographs)

Published by the Federal Guild of Photographers and the RSV

1. Applicability of the General Terms and Conditions

Austrian professional photographers shall conclude contracts only on the basis of these General Terms and Conditions. By placing an order, the client acknowledges their applicability. Agreements deviating from these General Terms and Conditions may only be made in writing and shall be legally effective. These General Terms and Conditions shall take precedence over any terms and conditions of the client or the intermediary.

2. Copyright regulations

2.1 The photographer is entitled to all copyrights and ancillary copyrights of the photographer (§§ 1, 2 Abs. 2, 73ff UrhG). Permission to use (publication rights etc.) shall only be deemed to have been granted if expressly agreed. In this case the contractual partner shall acquire a simple (non-exclusive and non-exclusive), non-transferable (assignable) licence of use for the expressly agreed purpose and within the agreed limits (circulation figure, time and place restrictions etc.); in case of doubt the scope of use stated in the invoice or delivery note shall be decisive. In any case, the contractual partner shall only acquire as many rights as correspond to the disclosed purpose of the contract (order placed). In the absence of any other agreement, the authorisation of use shall be deemed to have been granted only for a single publication (in one edition), only for the expressly designated medium of the client and not for advertising purposes.

2.2 For each use (reproduction, distribution, broadcasting, etc.), the contracting party shall be obliged to affix the manufacturer's designation (naming) or the copyright notice within the meaning of the WURA (World Copyright Convention) clearly and legibly (visibly), in particular not in abbreviated form and in normal letters, directly next to the photograph and clearly assignable to it as follows:

Photo: © mellemsea - Melanie Rudolph

This shall also apply if the photograph does not bear a manufacturer's designation. In any case, this provision shall be deemed to be the affixing of the manufacturer's designation within the meaning of Section 74(3) UrhG. If the photograph is signed on the front side (in the picture), the publication of this signature does not replace the producer's indication described above.

2.3 Any alteration of the photograph shall require the photographer's written consent. This shall only not apply if the changes are necessary in accordance with the purpose of the contract as known to the Photographer.

2.4 The permission to use the Photograph shall only be deemed to have been granted in the event of full payment of the agreed fee for taking and using the Photograph and only if the Photographer is properly credited as the producer/named (Section 2.2. above).

2.5 Instead of Section 75 UrhG, the general provision of Section 42 UrhG shall apply.

2.6 In the case of a publication, two free specimen copies shall be sent. In the case of expensive products (art books, video cassettes), the number of specimen copies is reduced to one.

3. Ownership of film material - archiving

3.1 The photographer shall be entitled to the ownership of the exposed film material (negatives, slides, etc.). The photographer shall grant the contracting party ownership of the photographic prints required for the agreed use in return for an agreed and reasonable fee; slides (negatives only in the case of a written agreement) shall only be made available to the contracting party on loan against return after use at the risk and expense of the contracting party, unless otherwise agreed in writing. If this is the case, the permission to use shall likewise only be deemed to have been granted to the extent of item 2.1.

3.2 The photographer shall be entitled to mark the Photographs with his manufacturer's name in any manner he deems appropriate (including on the front). The contractual partner shall be obliged to ensure the integrity of the manufacturer's designation, in particular in the case of permitted transfer to third parties (printers, etc.). If necessary, the manufacturer's designation shall be affixed or renewed. This shall also apply in particular to all reproduction media (lithographs, plates, etc.) created during production.

3.3 The photographer shall archive the photograph without legal obligation. In the event of loss or damage, the contractual partner shall not be entitled to any claims. 4.

4. Claims of third parties

The contractual partner shall be responsible for obtaining any necessary consent from depicted objects (e.g. works of fine art, samples and models, trademarks, photographic originals, etc.) or persons (e.g. models). He shall indemnify and hold the photographer harmless in this respect, in particular with regard to claims under Sections 78 UhrG, 1041 ABGB. The photographer guarantees the consent of authorised persons (authors, persons depicted, etc.), in particular models, only in the event of express written consent for the contractual purposes of use (point 2.1.). 5.

5. Loss and damage

5.1 In the event of loss of or damage to photographs (slides, negatives) produced on commission, the photographer shall be liable - irrespective of the legal title - only for intent and gross negligence. Liability shall be limited to his own fault and that of his employees; for third parties (laboratories etc.) the photographer shall only be liable for intent and gross negligence in the selection. Any liability shall be limited to the cost of materials and the repetition of the photographs free of charge (if and insofar as this is possible). The client shall not be entitled to any further claims; in particular, the photographer shall not be liable for any travel and accommodation expenses or for third-party costs (models, assistants, make-up artists and other shooting personnel) or for loss of profit and consequential damage.

5.2 Point 5.1 shall apply mutatis mutandis in the event of loss of or damage to handed-over artwork (films, layouts, display pieces, other artwork, etc.) and handed-over products and props. Valuable items are to be insured by the contracting party.

5.3 We reserve the right to increase the value of the aforementioned amounts.

6. Performance and warranty

6.1 The photographer shall carefully execute the order placed. He may also have the order executed - in whole or in part - by third parties (laboratories etc.). Unless the contracting party issues written instructions, the photographer shall be free to choose the manner in which the order is executed. This applies in particular to the image conception, the selection of the photographic models, the location and the optical-technical (photographic) means used. Deviations from previous deliveries shall not constitute a defect as such. 6.2.

6.2 The photographer shall not be liable for defects caused by incorrect or inaccurate instructions of the contractual partner (§ 1168a ABGB). In any case, the photographer shall only be liable for intent and gross negligence.

6.3 The contracting party shall bear the risk for all circumstances that are not the photographer's responsibility, such as weather conditions for outdoor shoots, timely provision of products and props, failure of models, travel hindrances, etc.

6.4 Shipments travel at the expense and risk of the contracting party.

6.5 All complaints must be made in writing within 8 days of delivery at the latest and must be accompanied by all documents. After expiry of this period, the service shall be deemed to have been provided in accordance with the order. The warranty period shall be three months.

6.6 In the event of a defect, the contracting party shall only be entitled to a claim for improvement by the photographer. If it is impossible to make improvements or if the photographer refuses to do so, the contracting party shall be entitled to a price reduction. No liability shall be accepted for minor defects. Colour differences in the case of repeat orders shall not be deemed to be a significant defect. Point 5.1. shall apply accordingly.

6.7 Transactions for delivery by a fixed date shall only be deemed to exist if expressly agreed in writing. In the event of any delays in delivery, point 5.1. shall apply accordingly.

6.8 The claims to fees and royalties shall apply irrespective of whether the material is (still) protected by copyright and/or ancillary copyright.

7. Remuneration for work

7.1 In the absence of an express written agreement, the photographer shall be entitled to a remuneration for work and services (fee) in accordance with the photographer's price lists as amended from time to time; otherwise the photographer shall be entitled to a reasonable fee.

7.2 The fee shall also be due for layout or presentation shots as well as in cases where exploitation is omitted or depends on a decision by a third party. In this case no price reductions shall be granted on the shooting fee.

7.3 All material and other costs (props, products, models, travel expenses, subsistence expenses, make-up artists, etc.), even if procured by the photographer, shall be paid for separately.

7.4 Any changes requested by the contracting party in the course of the work shall be borne by the contracting party.

7.5 Conceptual services (consulting, layout, other graphic services, etc.) are not included in the shooting fee. The same applies to an above-average organisational effort or such a meeting effort.

7.6 If the contracting party refrains from carrying out the order placed for whatever reason, the photographer shall be entitled to half of the fee plus all ancillary costs actually incurred in the absence of any other agreement. In the event of absolutely necessary changes of date (e.g. due to weather conditions), a fee corresponding to the time spent in vain or reserved and all ancillary costs shall be payable.

7.7 The fee is exclusive of value added tax at the respective statutory rate.

8. Licence fee

8.1 Unless otherwise expressly agreed in writing, the photographer shall be entitled to a separate publication fee in the agreed or appropriate amount in the event that permission to use the work is granted.

8.2 The publication fee is exclusive of value added tax at the respective statutory rate.

8.3 Notwithstanding any statutory claims under §§ 81ff and 91ff UrhG, the following shall apply in the event of an infringement of the copyrights and/or ancillary copyrights in the recordings which are the subject matter of the contract: The claims under Section 87 UrhG shall be available irrespective of fault. In the event of an infringement of the right to designate the producer, the claim for non-material damage (Section 87 (2) UrhG) shall, subject to an additional pecuniary loss (Section 87 (1) UrhG), at least amount to the reasonable remuneration (Section 86 UrhG). The right to information under Section 87a (1) UrhG also applies to the right to removal.

9. Payment

9.1 In the absence of any other express written agreement, a payment on account amounting to 50% of the anticipated invoice total shall be made when the order is placed. Unless otherwise expressly agreed in writing, the remaining fee shall be due for payment in cash immediately after invoicing. If a term of payment has been agreed, the invoices shall be due for payment within 8 days at the latest from the date of the invoice. The invoices are payable without any deductions and free of charges. In the event that payment is sent by postal order, bank transfer or postal savings bank transfer, etc., payment shall not be deemed to have been made until the photographer has been notified of receipt of payment. The risk of legal submissions (lawsuits, execution applications) being sent by post shall be borne by the contractual partner. If the contractual partner (client) refuses to accept the work on the grounds of defective performance or asserts warranty claims, the fee shall nevertheless be due for payment.

9.2 In the case of orders comprising several units, the photographer shall be entitled to invoice after delivery of each individual service.

9.3 In the event of default, interest and compound interest in the amount of 5% above the respective bank rate from the due date shall be deemed to have been agreed, without prejudice to any exceeding claims for damages. For the purpose of calculating interest for the respective calendar year, the bank rate fixed on 2 January of the respective year shall be decisive for the entire calendar year.

9.4 Dunning charges and the costs of - also out-of-court - legal intervention shall be borne by the contracting party.

9.5 Insofar as delivered images become the property of the contractual partner, this shall only take place upon full payment of the shooting fee including ancillary costs.

10. Final provisions

10.1 The place of performance and jurisdiction shall be the photographer's place of business. In the event of a relocation of the registered office, legal action may be taken at the old and the new registered office.

10.2 The Product Liability Act (PHG) shall not apply; in any event, liability for damage other than personal injury shall be excluded if the contractual partner is an entrepreneur. In all other respects, Austrian law shall apply, which shall also take precedence over international sales law.

10.3 Indemnification and hold harmless shall also include the costs of out-of-court legal defence.

10.4 These General Terms and Conditions shall not apply insofar as mandatory provisions of the KSchG conflict with them. Partial invalidity of individual provisions (of the contract) shall not affect the validity of the remaining provisions of the contract.

10.5 These General Terms and Conditions shall apply mutatis mutandis to cinematographic works or motion pictures produced by photographers in accordance with the order, irrespective of the process and technology used (cine film, video, DAT, etc.).